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WAP steht für Wireless Application Protocol. Die Idee hinter WAP ist, Internetangebote für Handys zugänglich zu machen. So wie typische Seiten im WWW heute aussehen ist jedem klar, dass sie zur Anzeige auf dem Handy denkbar ungeeignet sind, denn

bulletdas Display ist zu klein,
bulletfür die niedrigen Übertragungsraten und die Darstellungsmöglichkeiten sind die Seiten zu umfangreich und
bulletdie meisten Seiten basieren auf Grafiken, die dort kaum dargestellt werden können.

Da der Trend aber zu immer mehr Mobilität geht, wurde ein Standard geschaffen, der Internetseiten handytauglich macht. WAP wurde initiiert von den großen Handyherstellern: Nokia, Ericsson, Motorola sowie dem Software-Unternehmen Unwired Planet (mittlerweile Phone.com), an welchem auch Siemens beteiligt ist. Diese Firmen bilden das WAP-Forum, dem inzwischen auch Microsoft beigetreten ist und das nun bereits über 90 Firmen umfasst.

WAP ist ein offener Standard und sowohl zum US-Standard CDMA, als auch zum europäischen GSM kompatibel. Man ist allerdings zum Teil der Ansicht, dass den echten Durchbruch erst der schnelle zukünftige Standard UMTS bringen wird.

Doch wie funktioniert WAP? WAP-Anwendungen beruhen auf WML (Wireless Markup Language), einer eng mit HTML verwandten Sprache und WMLScript, einer an JavaScript angelehnten Scriptsprache. Beide sind für den Einsatz in der drahtlosen Datenübermittlung optimiert. Die Übertragung erfolgt nach dem Standard WTP (Wireless Transport Protocol).

WML übersetzt die Webseiten ins Handyformat. Die Sprache arbeitet dabei nicht seitenorientiert, wie HTML, sondern zerlegt Dokumente in Decks und Cards, splittet sie also auf, so dass sie sich flexibler darstellen lassen. WML ist nicht nur für Text, sondern auch für einfache Schwarz-Weiß-Grafiken im WBMP-Format geeignet.

Web.de-Logo im WBMP-Format

Der Zugang zu den Internetseiten, die für WAP verfügbar gemacht werden, ist nicht direkt möglich. Es wird ein WAP-Gateway benötigt. Dieses nimmt die Signale des Handys auf, z. B. den Wunsch einem Link zu folgen, setzt sie in WML um und sorgt so für den Aufruf der Seite. Die dann empfangenen Daten der Webseite werden komprimiert und wieder ans Handy übertragen. Es gibt allerdings auch spezielle WAP-Server, auf denen die WAP-Seiten schon fertig aufbereitet sind.




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